Taizé? - Ja, Taizé!
Ja, schon, Taizé, gesprochen etwa
„Täseh“ aber was ist das?
Es ist keine indische Meditationstechnik und auch kein französischer Weichkäse.
Was ist es dann?
Das Wort taucht bei uns auf, weil wir Gottesdienste feiern, die wir „Taizé-Gottesdienste“ nennen.
Zuerst ist Taizé ein Dorf in Frankreich. Dort gründete ein reformierter Pastor, Roger Schutz, nach dem zweiten Weltkrieg eine ökumenische Gemeinschaft von Männern. Es ging und geht dieser Gemeinschaft um Versöhnung. Und dies soll ganz praktisch erlebt werden. Deshalb verfolgt die Gemeinschaft die Idee: Wenn sich Menschen aus verschiedenen Ländern, Traditionen und Konfessionen begegnen, zusammen arbeiten und sprechen, singen und beten, geschieht bereits Versöhnung.
Jeweils für eine Woche kann man dort am Leben der Jugendtreffen teilnehmen; dann sind 100e oder auch 1000e zusammen, sprechen über Bibeltexte, machen Küchendienste und kommen mit schlichten Mahlzeiten aus; vor allem aber: Sie singen, beten und schweigen in den drei Gebetszeiten am Tag. Viele gewöhnen sich schnell an diesen Rhythmus und lernen die Gesänge.
Und die Gesänge aus Taizé sind dann auch das, was die Menschen in ihre Heimatgemeinden zurückbringen: Leichte Melodien, 1-4-stimmig, mit 1-2 Zeilen, die nicht 3-5 mal, sondern 3-5 Minuten lang wiederholt werden. Viele machen dabei die Erfahrung, dass es sich anfühlt wie ein singendes Gebet; und dies muss aber keiner allein bewältigen, sondern man wird getragen von vielen, die auch singend beten oder vielleicht gerade mal schweigen.
In der Dreifaltigkeitskirche gibt es schon viele Jahre solche „Taizé-Gottesdienste“; ein Instrumental-Kreis, geleitet von Sylvia Bleimund, unterstützt und verschönert den Gesang der Gemeinde. Dazu passt, dass es nicht so sehr auf eine gute Predigt ankommt, als auf die Anregung zu eigenen Gedanken.
Ob Taizé wohl etwas für Sie ist, ob diese Art Gottesdienst Ihnen guttut?
Probieren Sie es aus.
Wir laden herzlich ein zum Taizé-Gottesdienst mit Pastor Kawalla am 30. August um 18 Uhr.